Alles dicht im Druckluftsystem?

Einer der wichtigsten Arbeitsschritte bei der Montage von Druckluftsystemen: jede Verbindung gut abdichten! Gerade Gewinde sind eine Schwachstelle und Quelle für Leckagen.

Beim Abdichten gibt es zahlreiche Mittel, wie zum Beispiel:

  • Dichthanf,
  • Klebstoff,
  • PTFE Dichtungsband,
  • Dichtungsringe.

Jede Methode und jedes Material hat seine Vor- und Nachteile.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Dichtungsarten bei Druckluftsystem:

Dichtungshanf:

Eine Dichtung mit Hanf ist wiederlösbar und temperaturbeständig bis 160°C. Dichtungshanf reagiert mit Wasser und erhält dabei durch das Aufquellen seine Dichtungsfunktion.

In Kontakt mit Druckluft trocknet der Hanf aus und wird undicht. Außerdem kann es zur Verunreinigung der Druckluft kommen. Hanf ist grundsätzlich nicht zur Abdichtung von Druckluftleitung geeignet und kann dem System eher schaden.

PTFE Dichtband :

Verbindungsdichtungen mit Teflonband sind wiederlösbar und temperaturbeständig bis 240°C. Es hält einem Druck von 20-30 bar stand und ist zusätzlich chemisch beständig, dadurch kann es für fast alle Medien verwendet werden. Teflonband eignet sich vor allem bei engen Gewinden – diese müssen nicht vorher angeraut werden. Es ist leicht zu verarbeiten, benötigt aber ein wenig Übung und Feingefühl – denn beim Umwickeln zu vieler Schichten besteht die Gefahr, dass das Band während der Montage verrutscht. Aufgrund der schmierenden Wirkung des Teflonbands kann beim Anziehen eine große Vorspannung im Gewinde entsteht, welche zum Bruch führen kann.

Dichtringe:

Dichtringe erfordern keine Fachkenntnisse bei der Montage. Sie gewähren eine einfache und schnelle Installation. Allerdings muss immer die passende Größe verwendet werden, das bedeutet Dichtungsringe sollten immer auf Vorrat vorhanden sein. Im Vergleich zu anderen Dichtungsmaterialien sind Dichtungsringe daher teurer.

Loctite Gewindedichtung:

Diese Verbindungsart gibt es in flüssiger Form oder als dünnes Band und kann für jede Gewindeart verwendet werden. Loctite-Verbindungen sind beständig gegen Vibrationen und Stoßbelastungen – also sowohl für Anwendungen mit niedrigem als auch hohem Druck geeignet und verhindert Korrosionen im Gewinde. Allerdings sind diese Klebeverbindungen nur schwer wiederlösbar und benötigt bei der Montage Zeit zum Aushärten. ABER diese Art der Gewindedichtung darf nicht überall eingesetzt werden, für Druckluftsysteme mit hohen Anforderungen an die Druckluftqualität, wie zum Beispiel in der Pharma- oder Lebensmittelindustrie ist das Dichtungsmittel nicht geeignet.

Wichtig bei jeder Dichtungsart ist die regelmäßige Überprüfung, ob im Laufe der Zeit wirklich noch alles dicht ist. Die kann am besten mit einer professionellen Leckageortung. Wenn Sie bereits wissen, wo die Schwachstellen in Ihrem Druckluftsystem liegen, finden Sie im Leckage-Reparatur-Set alle Komponenten, welche am häufigsten bei der Leckagebeseitigung benötigt werden.

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